Beaufort (Bft)
WindSkala der Windstärke von 0 bis 12. Bft 7 ≈ 50 km/h (steifer Wind), Bft 9 ≈ 75 km/h (Sturm), Bft 10 ≈ 90 km/h (schwerer Sturm), Bft 12 ab 118 km/h (Orkan).
Begriffe und Schwellen für die eigene Einordnung.
Skala der Windstärke von 0 bis 12. Bft 7 ≈ 50 km/h (steifer Wind), Bft 9 ≈ 75 km/h (Sturm), Bft 10 ≈ 90 km/h (schwerer Sturm), Bft 12 ab 118 km/h (Orkan).
Beobachtungen (Station, Radar) zeigen den Ist-Zustand. Modelle rechnen die Zukunft. Der Nowcast liegt dazwischen und überbrückt die ersten Stunden.
Tiefe (bis ~2 km), mittelhohe (2–7 km) und hohe Wolken (über 7 km). Open-Meteo liefert häufig nur die Gesamtbedeckung in Prozent.
Kurzzeitige Windspitze, deutlich über dem Mittelwind. Der DWD warnt nach Böenspitzen, nicht nach dem mittleren Wind.
Vorderkante der kühlen Abwinde eines Gewitters. Erkennbar an plötzlicher Windzunahme und -drehung, oft mit Wolkenrolle oder Staubwand.
Bogenförmig verformte Gewitterlinie im Radarbild. Deutet auf schwere, geradlinige Sturmböen (Downbursts) entlang des Bogens hin.
Convective Available Potential Energy (J/kg): die Energie, die ein aufsteigendes Luftpaket gewinnen kann. Hohe Werte begünstigen kräftige Aufwinde. Grob: 500–1000 mäßig, 1500–2500 hoch, über 2500 sehr hoch.
Convective Inhibition (J/kg): Energiebarriere, die den Aufstieg anfangs unterdrückt – ein Deckel. Löst er sich auf, kann Konvektion explosionsartig starten.
Radarmaß für Größe und Menge der Tropfen. Höhere dBZ bedeuten intensiveren Niederschlag; über die Z-R-Beziehung in mm/h umgerechnet – das ist aber nicht direkt der Bodenregen.
Heftiger Abwind aus einem Gewitter, der am Boden auffächert und geradlinige Sturm- bis Orkanböen erzeugt. Wird oft mit Tornadoschäden verwechselt.
Gewitter aus einer einzigen Zelle, kurzlebig (etwa 30–60 Minuten). Kann lokal Starkregen, kleinen Hagel und Downbursts bringen.
Mehrere Modellläufe mit leicht variierten Startbedingungen. Die Bandbreite der Ergebnisse zeigt, wie sicher oder unsicher eine Prognose ist.
Eiskörner aus kräftigen Gewittern. Ab etwa 2 cm Durchmesser Unwetter; sehr große Steine (über 5 cm) treten fast nur in Superzellen auf.
Maß für die Drehung im scherungsbehafteten Wind (Storm-Relative Helicity). Hohe Werte begünstigen rotierende Aufwinde und damit Superzellen.
Im Hoch sinkt Luft ab – meist ruhiges, trockenes Wetter. Im Tief steigt Luft auf – häufig Wolken und Niederschlag.
Von der Höhenströmung abgeschnürtes Tief, oft langlebig und träge. Bringt über Tage wiederholt Schauer und Gewitter.
Grenzen zwischen Luftmassen. Die Kaltfront schiebt sich unter warme Luft (kurze, kräftige Schauer/Gewitter), die Warmfront gleitet auf (länger anhaltender Regen). Bei der Okklusion holt die Kaltfront die Warmfront ein.
Nimmt die Temperatur mit der Höhe stark ab, steigt ein einmal angehobenes Luftpaket von selbst weiter auf. Labile Schichtung ist die Grundzutat für Gewitter.
Differenz aus Umgebungstemperatur und der Temperatur eines auf 500 hPa gehobenen Luftpakets. Negative Werte bedeuten labile Schichtung; unter −5 deutet auf kräftige Gewitter hin.
Stammt meist aus dem GFS-Modell und kann in Datensätzen fehlen.
Plötzlicher, starker Anstieg der Blitzrate einer Zelle. Gilt als Frühindikator für eine bevorstehende Intensivierung.
Mesoscale Convective System: großräumiger, langlebiger Gewitterkomplex. Bringt flächigen Starkregen und Sturmböen über mehrere Stunden.
Streuung der Vorhersagen innerhalb eines Ensembles oder zwischen Modellen. Großer Spread bedeutet höhere Unsicherheit.
Verbund mehrerer Zellen in verschiedenen Entwicklungsstadien. An der Böenfront entstehen laufend neue Zellen – der häufigste Gewittertyp.
Kürzestfrist-Vorhersage für die nächsten 0–2 Stunden, direkt aus Radar und Beobachtung extrapoliert. Genauer als ein Modell, aber nur sehr kurzfristig.
Höhe über NN, in der die Lufttemperatur 0 °C erreicht. Die Schneefallgrenze liegt meist 100–300 m darunter, weil Schnee beim Fallen zunächst noch etwas schmilzt.
DWD-Radarprodukt mit geeichten Niederschlagsmengen: Radardaten werden mit Bodenstationen abgeglichen. Liefert die Ist-Niederschlagsmenge in mm.
Große Regenmenge in kurzer Zeit mit Gefahr lokaler Überflutungen. Der DWD staffelt nach Stundensumme bzw. Mehrstundenmenge in markant, heftig und extrem.
Langlebiges Gewitter mit einem rotierenden Aufwind (Mesozyklone). Höchstes Potenzial für großen Hagel, schwere Sturmböen und Tornados.
Temperatur, bei der die Luft mit Wasserdampf gesättigt ist (100 % relative Feuchte). Je kleiner der Abstand zur Lufttemperatur (Spread), desto feuchter die Luft.
20 °C Luft bei 18 °C Taupunkt fühlt sich schwül an; 20 °C bei 5 °C Taupunkt ist trocken.
Trog = Vorstoß kalter Höhenluft nach Süden; hebt und destabilisiert die Luft. Rücken = warmer Höhenkeil; stabilisiert, meist mit Hochdruck verbunden.
Unterste Schicht der Atmosphäre (etwa 8 km an den Polen, bis 15 km am Äquator). Hier läuft praktisch das gesamte Wettergeschehen ab.
Vierstufiges DWD-System: Stufe 1 Wetterwarnung (Gelb), Stufe 2 Markantes Wetter (Orange), Stufe 3 Unwetterwarnung (Rot), Stufe 4 Extremes Unwetter (Violett).
Änderung von Windrichtung und/oder -geschwindigkeit mit der Höhe. Starke Scherung trennt Auf- und Abwind und organisiert Gewitter zu Multi- und Superzellen.
Beobachtungen kommen von Stationen und Radar und zeigen den Ist-Zustand. Nowcasts extrapolieren die nächsten 0–2 Stunden direkt aus dem Radar. Modellprognosen rechnen die Physik der Atmosphäre stunden- bis tageweit voraus.
Der DWD nutzt vier Stufen: 1 Wetterwarnung, 2 Markantes Wetter, 3 Unwetterwarnung, 4 Extremes Unwetter. ForecastHub orientiert sich daran, damit Einordnungen vergleichbar bleiben.
Jede Karte zeigt Quelle, Stand und Auflösung. Je gröber das Modell, desto weniger lokale Details. Stationsdaten sind punktgenau, decken aber nicht jeden Ort ab.
| Stufe | Parameter | Schwelle | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| Wetterwarnung | windGust | Wind- bis stürmische Böen (50–74 km/h, Bft 7–8) | DWD-Warnschwelle für markante Windböen: ab ca. 50 km/h sind lose Gegenstände betroffen. |
| Wetterwarnung | tempMax | Wärmebelastung (≥ 28 °C) | Erhöhte Wärmebelastung möglich, vor allem bei hoher Luftfeuchte. |
| Wetterwarnung | tempMin | Leichter Frost (≤ −5 °C) | Verbreitet leichter Frost in der Nacht. |
| Wetterwarnung | cape | Mäßige Labilität (≥ 500 J/kg) | Mäßige Labilität, einzelne Schauer/Gewitter möglich. |
| Markantes Wetter | windGust | Sturmböen (75–102 km/h, Bft 9–10) | Sturmböen ab ca. 65 km/h, Äste können brechen. |
| Markantes Wetter | precip1h | Starkregen markant (15–25 mm/h) | Markanter Starkregen, kleine Überflutungen möglich. |
| Markantes Wetter | tempMax | Starke Wärmebelastung (≥ 32 °C) | Starke Wärmebelastung, Vorsicht im Tagesverlauf. |
| Markantes Wetter | tempMin | Strenger Frost (≤ −10 °C) | Strenger Frost mit Risiken für Pflanzen und Leitungen. |
| Markantes Wetter | cape | Hohe Labilität (≥ 1500 J/kg) | Hohe Labilität, kräftige Gewitter möglich. |
| Markantes Wetter | cape | Sehr hohe Labilität (≥ 2500 J/kg) | Unwetterpotenzial nur mit zusätzlicher Auslöse-/Scherungslage. |
| Unwetterwarnung | windGust | Schwere Sturm- bis Orkanböen (103–140 km/h, Bft 11–12) | Schwere Sturm- bis Orkanböen ab ca. 90 km/h, Bäume können entwurzelt werden. |
| Unwetterwarnung | precip1h | Heftiger Starkregen (25–40 mm/h) | Heftiger Starkregen, lokale Überflutungen wahrscheinlich. |
| Unwetterwarnung | tempMax | Extreme Hitze (≥ 38 °C) | Extreme Wärmebelastung, gesundheitliche Risiken steigen deutlich. |
| Unwetterwarnung | tempMin | Sehr strenger Frost (≤ −15 °C) | Sehr strenger Frost, deutliche Gefahr für Mensch und Infrastruktur. |
| Extremes Unwetter | windGust | Extreme Orkanböen (≥ 140 km/h) | Orkan ab ca. 118 km/h, verbreitet Schäden möglich. |
| Extremes Unwetter | precip1h | Extremer Starkregen (≥ 40 mm/h) | Extremer Starkregen, ernsthafte Überflutungen möglich. |